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"Jaels Haus" in Hazor (Tell Hazor)

Ein typisch israelitisches "Eckhof-Säulenhaus" aus dem 8. Jh. v.Chr.



Info: Ausführlicher Bericht über die Ausgrabungen in Hazor:
Archäologische Funde in Tell Hazor

Grafik: Lage von »Hazor«


Hazor im Alten Testament

Die Stadt Hazor wird im Alten Testament mehrmals erwähnt. Sie lag im Norden des Landes, ca. 15 km nördlich vom See Genezareth, an einer strategisch günstigen Stelle. Um 1850 v.Chr. wurde Hazor erstmals in den ägyptischen Ächtungstexten erwähnt; später (1650 v.Chr.) war die Stadt eine der stärksten Festungen Kanaans.

Hazor war die einstige Hauptstadt aller kanaanitischen Königreiche, die im 15. und 13. Jh. v.Chr. zu den größten Städten des Orients gehörte. Später, im 10. Jh. v.Chr., wurde sie unter den Israeliten eine bedeutende Festung.

Hazor ist heute eine Ruine und zwar an der Stelle, an der sich das mächtige Plateau des TELL HAZOR (arabisch Tell Waqqas oder Tell el-Qedah), erhebt.

Tell Hazor hat sich als einer der berühmtesten und reichsten kanaanitischen Ausgrabungsstätten des Nahen Ostens gezeigt. Anhand der Funde ist es gelungen, zweitausend Jahre der vorchristlichen Geschichte Palästinas zu rekonstruieren.



Ausgrabungsabschnitt A (Akropolis) Grabungsareale in Hazor (1200x800)


Tell Hazor in Israel - vergrößerbar


Jaels Haus - Grundriss in Hazor


Jaels Haus (8. Jh. v.Chr.)

Unter der langen Herrschaft von König Jerobeam II. erlebte Hazor seine Blütezeit. Die Gebäude aus dieser Zeit zählen zu den schönsten der gesamten israelitischen Periode.

Jaels Haus - so genannt nach dem Studenten, der die Ausgrabung an dieser Stelle leitete - ist das am besten erhaltene und schönste der israelitischen Bauten in Hazor.

Das Haus besteht aus einem 9 x 8 Meter großen Hof und einer Zimmerflucht an zwei Seiten. Den östlichen Teil des Hofes bedeckte ein Dach, das von seches Steinpfeilern gestützt wurde. Drei standen noch in situ, die anderen sind verschollen. Der Hauseingang lag im Süden und führte über den Hof zu den Zimmern: zwei große im Norden und drei kleinere im Westen. Der kleine Raum an der Westseite hatte keinen Eingang, Er diente vermutlich als Lagerraum und hatte einen Zugang von einer höheren Ebene.

Im Hof das Hauses steht ein Ölpresse, die in situ gefunden wurde.

Das Haus mit dem Eckhof, als "Eckhof-Säulenhaus" bezeichnet, ist typisch für viele israelitische Wohnungen.

An diesem Haus waren deutlich die Folgen des großen Erdbebens zur Zeit Jerobeams II. im Jahr zu erkennen. Die Pfeiler und die Mauern hatten sich geneigt. Das ganze Dach war eingestürzt und lag verstreut auf dem Boden. Dieses Erdbeben hatte der ganzen Periode ihren Stempel aufgedrückt.

Heute ist Jaels Haus nicht mehr an seiner Fundstelle zu sehen, da dort weitere Grabungen durchgeführt wurden. Das Haus wurde abgetragen und nach Norden verlegt und ist dort für jeden Besucher gut erreichbar.







Bilder von Jaels Haus


Jaels Haus auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar



Jaels Haus auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar



Jaels Haus auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar



Jaels Haus auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar



Jaels Haus auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar



Jaels Haus in Tell Hazor in Israel - vergrößerbar



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Ins Netz gesetzt am 24.06.2015; letzte Änderung 04.11.2017

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