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Die "salomonische Toranlage" in Hazor (Tell Hazor)

Ein Bauwerk aus der Zeit des jüdischen Königs Salomo (10. Jh. v.Chr.)



Info: Ausführlicher Bericht über die Ausgrabungen in Hazor:
Archäologische Funde in Tell Hazor

Grafik: Lage von »Hazor«


Hazor im Alten Testament

Die Stadt Hazor wird im Alten Testament mehrmals erwähnt. Sie lag im Norden des Landes, ca. 15 km nördlich vom See Genezareth, an einer strategisch günstigen Stelle. Um 1850 v.Chr. wurde Hazor erstmals in den ägyptischen Ächtungstexten erwähnt; später (1650 v.Chr.) war die Stadt eine der stärksten Festungen Kanaans.

Hazor war die einstige Hauptstadt aller kanaanitischen Königreiche, die im 15. und 13. Jh. v.Chr. zu den größten Städten des Orients gehörte. Später, im 10. Jh. v.Chr., wurde sie unter den Israeliten eine bedeutende Festung.

Hazor ist heute eine Ruine und zwar an der Stelle, an der sich das mächtige Plateau des TELL HAZOR (arabisch Tell Waqqas oder Tell el-Qedah), erhebt.

Tell Hazor hat sich als einer der berühmtesten und reichsten kanaanitischen Ausgrabungsstätten des Nahen Ostens gezeigt. Anhand der Funde ist es gelungen, zweitausend Jahre der vorchristlichen Geschichte Palästinas zu rekonstruieren.




Die Toranlage im Grabungsabschnitt A (Akropolis) /
Zeichnung: Grabungsareale auf der Akropolis (1200x1200)


Tell Hazor in Israel - vergrößerbar


Skizze der salomonischen Toranlage in Hazor


Der israelische Archäologe Yigael Yadin war bei seinen Grabungen in Hazor sehr erfolgreich.

Nachdem ihm bereits von 1955-1958 sensationelle Fund gelungen waren, stieß er in der Grabungszeit 1968/69 etwa in der Mitte des Plateaus auf der Akropolis auf die Kasemattenmauer und das Haupttor der Stadt, die König Salomo im 10. Jh. v. Chr. hatte bauen lassen. Sie standen unmittelbar östlich des Pfeilergebäudes, das aus der Zeit Ahabs stammte.



Das Stadttor

Der Torbau mit seiner 4,20 m breiten, gepflasterten Durchfahrt besaß sechs Kammern, die als Wachstuben dienten, und zu beiden Seiten des Eingangs je einen vorgesetzten Turm.



Die Mauer

Die Kasemattenmauer bestand aus 8-10 m langen und 2,50 m breiten Räumen; die Außenmauer war 1,5 m breit, die Innenmauer 1 m. Die Trennwände waren 1 m stark. Bis zu einer Höhe von 2 m bestand die Mauer aus rudimentär oder gar nicht bearbeiteten Felsensteinen. Darüber befand sich ein Oberbau aus Ziegelsteinen. Durch jeweils direkt neben die Trennwände gesetzte Türöffnungen konnte man die Kasemattenräume vom Stadtinneren betreten.

Von Osten war der Mauer ein Graben vorgelagert, um einen Angriff von Osten besser abwehren zu können. Im Stadtinneren verlief an der Mauer eine 3 m gepflasterte Straße, die sich in Tornähe zu einem Platz erweiterte.



Der Nordtempel

Direkt unter der Stadttor wurde ein kanaanitischer Tempel (sog. Nordtempel) ausgegraben, der vermutlich der private Tempel des Königs von Hazor war. In der mittleren südlichen Torkammer ist der Orthostateneingang des Nordtempels zu sehen.




Bilder der Toranlage und der Kasemattenmauer und des Nordtempels


Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel  - vergrößerbar



Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel  - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel  - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar




Die salomonische Toranlage auf Tell Hazor in Israel - vergrößerbar



Quellen und Literatur



Weitere Informationen im Internet



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Ins Netz gesetzt am 26.02.2017; letzte Änderung 06.02.2018

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