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Das "Armenische Apostolische Patriachat" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in der Jerusalemer Altstadt

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Beschreibung des armenischen Patriarchats

Das Patriarchat von Jerusalem ist das Erzbistum von Jerusalem der Armenischen Apostolischen Kirche. Bis 1929 gehörten die armenischen Diözesen von Syrien, Libanon, Zypern und Ägypten zum Patriarchat Jerusalem; dann übernahm das Katholikat von Kilikien deren Betreuung.

Das Patriarchat ist der Hüter der armenischen Heiligen Stätten in Jerusalem, zuständig für die Armenier-Gemeinschaft des Heiligen Landes und betreut die armenischen Pilger zur Heiligen Stadt.

Patriarchalkathedrale ist die Jakobskirche im Armenischen Viertel der Jerusalemer Altstadt, wo der Schädel des Apostels Jakobus aufbewahrt wird (andere Reliquien dieses Jüngers Jesu werden in der Kathedrale von Santiago de Compostela verehrt).

Die Armenier haben außerdem, neben fünf anderen christlichen Konfessionen, Anteil an der Grabeskirche, der heiligsten Stätte der Christenheit.

Wenn man die Straße des Armenisch-orthodoxen Patriarchats nach Süden geht, kommt man zu einem Überbau, der von einer imposanten Kuppel beherrscht wird. In diesem Brückenbau befindet sich einer der nobelsten Säle der Stadt. Der Palast ist die 1853 erbaute Residenz des armenischen Patriarchen. Der große Saal ist umgeben von Arbeitsräumen und einem sehr kleinen Schlafzimmer, denn der Patriarch muss ledig sein. In diesem Palast empfängt der Patriarch seine Gäste unter einem riesigen Kristalllüstern. Dabei sitzt man auf Gobelinsesseln umgeben von Gemälden, die Patriarchen der Vergangenheit darstellen.



Geschichte

Das Patriarchat entstand nach einer seit dem 18. Jahrhundert verbreiteten Deutung aus der Opposition der Jerusalemer Armenier gegen die romfreundlichen und latinisierenden Beschlüsse der Synode von Sis 1307 im Königreich Kleinarmenien.

Bischof Sargis (Sarkis) von Jerusalem (Amtszeit 1281–1313) wurde, so heißt es, zum Katholikos der Armenier erhoben und erlangte 1311 die Anerkennung als "Patrik" (Patriarch) durch seinen Landesherrn, den Mameluken-Sultan Malik Nasr. Quellen für diese Behauptung fehlen. Trotz Reserven gegenüber der Einigung der kilikischen Armenier mit Rom kam es im 14. Jahrhundert historisch nicht zu einem formalen Bruch zwischen Jerusalem und dem Katholikat von Sis sowie den armenischen Königen von Kleinarmenien.

Im 15. und 16. Jahrhundert pflegte das Jerusalemer Patriarchat enge Beziehungen zum Katholikat von Kilikien und gelangte erst im 19. Jahrhundert unter die Jurisdiktion des „Katholikos aller Armenier“ in Etschmiadsin.



Gegenwartslage

Die armenischen Christen im Heiligen Land bilden vier Pfarreien: Jerusalem, Bethlehem (ca. 450 Mitglieder), Jaffa (ca. 400) und Haifa (ca. 350).

Die Gemeinde in Jerusalem zählte 1967 ca. 3000 Mitglieder, 2006 nur noch 1500.



Lage des armenischen Altstadtviertels in Jerusalem

Das armenische Viertel ist das zweite christliche Viertel in der Jerusalemer Altstadt. Es liegt südlich des christlichen Viertels, beginnt an der Zitadelle und führt hinunter bis zum Zionstor.

Quelle: Wikipedia



Karte Jerusalem - armenisches Viertel der Altstadt



Armenisches Viertel



Armenisches Viertel - vergrößerbar



Armenisches Viertel - vergrößerbar



Armenisches Viertel - vergrößerbar



Armenisches Viertel - vergrößerbar



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Ins Netz gesetzt am 02.03.2015; letzte Änderung am 07.03.2015

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