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"Auguste-Viktoria-Krankenhaus" mit Himmelfahrtkirche

Sehenswürdigkeiten auf dem Ölberg in Jerusalem

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Das "Auguste-Viktoria-Krankenhaus" verdankt seine Entstehung einem Versprechen Kaiser Wilhelm II. auf seiner Palästinareise 1898 an die deutschen Bewohner Palästinas. 1903 gelang es dem deutschen Konsul in Jaffa Edmund Schmidt (1855–1916), einen Komplex von zunächst ca. 32 Morgen auf dem Ölberg in Jerusalem zu kaufen. Das Kuratorium der Auguste Victoria-Pfingsthaus-Stiftung zu Potsdam erklärte sich 1904 zur Übernahme der Trägerschaft bereit.

Nachdem die Witwe Laura Oelbermann, geb. Nickel, (1846–1929; 1918 von Kaiser Wilhelm II. für ihr soziales Engagement in den Adelsstand erhoben) aus Köln der Stiftung 1 Millionen Mark gespendet hatte, wurde 1906 der Firma Gause & Leibnitz die Bauausführung übertragen. Die Stiftungsurkunde der sogenannten Ölbergstiftung wurde am 27. Januar 1907 von Wilhelm II., seiner Frau Auguste Viktoria, sämtlichen Prinzen und der Prinzessin Viktoria Luise unterschrieben. Zur Grundsteinlegung am 31. März 1907 entsandte der Kaiser den Vizepräsidenten Ernst Dryander (1843–1922) des altpreußischen Evangelischen Oberkirchenrats in Berlin.

Außer Kalk, Stein und Wasser wurden das gesamte Material für den Baukomplex, zu dem auch die evangelische Himmelfahrtskirche gehört, sowie die komplette Inneneinrichtung aus Europa beschafft. Am 9. April 1910 fand die Einweihung statt.

1909/10 übernahm der Johanniterorden den Schutz der auf jetzt insgesamt 2,5 Millionen Mark veranschlagten Stiftung. Durch Landzukäufe war das Areal inzwischen auf ca. 80 Morgen erweitert worden.

Im Ersten Weltkrieg war im Auguste-Viktoria-Hospital ein deutsches Lazarett untergebracht, und es diente von 1915 bis 1917 als Hauptquartier für Cemal Pascha. Von Juni bis Dezember 1917 war hier das Oberkommando des deutschen Asien-Korps. In der Mandatszeit war das Gebäude 1920–1927 Sitz des britischen High-Commissioners Herbert Louis Samuel. 1927 wurde das Gebäude durch ein starkes Erdbeben beschädigt. 1928 tagte die Weltmissionskonferenz des Internationalen Missionsrates (eine Vorläuferin des Ökumenischen Rates der Kirchen) in den Räumen der Ölbergstiftung.

Ab 1937 wurde das Malaria-Hospiz vom Diakoniewerk Kaiserswerth zu einem Krankenhaus umgestaltet. Im Zweiten Weltkrieg war in dem Gebäude ab 1939 ein britisches Militärlazarett für die Arabische Legion untergebracht.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz nutzte das Krankenhaus nach dem Jüdisch-Arabischen Krieg von 1948 für palästinensische Flüchtlinge. 1950 wurde die Trägerschaft vom Lutherischen Weltbund übernommen – in langjähriger Zusammenarbeit mit dem „Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten“ (UNRWA).

Quelle: Wikipedia




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Ins Netz gesetzt am 19.11.2010; letzte Änderung am 03.07.2012

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