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Die "Burg Antonia" nördlich des Tempelplatzes - Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in der Jerusalemer Altstadt


Die Burg Antonia in der christlichen Tradition

Die christliche Tradition sieht seit byzantinischer Zeit in der Burg Antonia den Ort, an dem Jesus Christus durch Pontius Pilatus zum Tode verurteilt wurde.

Die Burg wurde durch die Römer völlig zerstört und ist deshalb heute nicht mehr zu sehen. Von ihrer Größe kann man sich jedoch im Israelmuseum ein gutes Bild machen. Dort ist ein phantastisches Modell (1:50) von der Stadt Jerusalem zur Zeit von Jesus zu bewundern, das unter anderem auch die Burg Antonia zeigt.


Eine erste Burg zur Zeit des ersten Tempels

Die Burg Antonia befand sich an einer für die Verteidigung Jerusalems entscheidenden Stelle, da fast alle Angriffe auf Jerusalem von Norden her kamen. Bereits in der Zeit des ersten Tempels entstand hier eine Festung, der so genannte Haenaelturm. Nach dem Exil erfolgte unter Nehemia ein Neuaufbau von Stadt und Tempel, in deren Verlauf auch die inzwischen zerstörte Festung wieder aufgebaut wurde.



Zerstörung und Wiederaufaufbau der Burg im 2. Jh. vC

Im Jahre 167 v.Chr. wurde die Festung durch die Seleukiden zerstört, an gleicher Stelle aber wieder eine neue Festung errichtet. Diese hieß fortan "Baris" (Burg).



Ausbau der Burg unter Herodes dem Großen: Die Burg Antonia

Herodes der Große baute sie zu einer prächtigen Palastfestung aus, in der er bis 23 v.Chr. residierte, bevor er in den neuen Königspalast auf dem Westhügel umzog. Zu Ehren seines Gönners Antonius nannte er die Festung von nun an "Burg Antonia".

Nach dem Tod von Herodes wurde dort eine Kohorte der X. Legion stationiert.



Zerstörung der Burg Antonia im Jahr 66 nC

Im Jahr 66 n.Chr. steckten die Zeloten während des jüdischen Krieges in Brand. Bei der Eroberung der Stadt im Jahre 70 n.Chr. wurde sie von Titus jedoch völlig eingeebnet, um einen Durchgang für die Materialien zu ermöglichen, die für die Tempelbelagerung nötig waren.



Die Burg Antonia - Beschreibung

Die Burg Antonia erhob sich auf einem 25 Meter hohen Felsplateau von 150 × 90 Metern. Vier wuchtige Türme verstärkten die Ecken. Jeder von ihnen war 25 Meter hoch. Der Südostturm sogar 35 Meter. Nach außen hin war die Burg Antonia eine starke Festung, nach innen hin ein Palast mit Repräsentations- und Wohnräumen, Bädern, Kaserne und Arsenalen.

Aufgrund der Beschreibung durch Josephus (Jüdischer Krieg 5,238-247), wo es heißt, die Festung sei an der Nordwestecke des Tempels "auf einem Felsen, 50 Ellen hoch, erbaut worden", könnte es sich um die erhöhte Stelle handeln, auf der heute die El-Omariya-Koranschule steht, die man über Treppenstufen von der Straße erreichen kann. Vom oberen Stockwerk aus hat man einen herrlichen Ausblick auf den Tempelberg.


Quelle: Wikipedia




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Burg Antonia - vergrößerbar



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Weitere Informationen im Internet:



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URL: http://www.theologische-links.de/downloads/israel/jerusalem_burg-antonia.html
Ins Netz gesetzt am 14.05.2013; letzte Änderung 04.06.2013

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