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Das "Jaffator" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in der Jerusalemer Altstadt


Lage

Das Jaffator liegt am Fuße des Nordost-Turmes der Zitadelle. Das ist eines der 8 offenen Tore und das einzige westliche, durch das man die ummauerte Altstadt von Jerusalem betreten kann.

Die Araber nennen das Tor "Bab el Khalil", Tor des Freundes, weil es in einer arabischen Inschrift über dem Eingang heißt: "Es gibt keinen Gott außer Allah und Abraham ist sein Freund."

Von Jaffator aus verließ man die Stadt in Richtung Mittelmeer nach Jaffa. Heute bildet das Jaffator den wichtigsten Zugang von der Neustadt in die Altstadt.

Gleich hinter dem Jaffator befindet sich der Omar-Ibn-Al-Khatab-Platz. Am östlichen Ende des Platzes beginnt die nach Osten führende schmale David-Straße (Suk el-Bazar). Diese ist überdacht. Sie wird von vielen kleinen Läden des Basares gesäumt. Die Straße endet an der Westmauer des Tempelberges.

Im Jahr 1909 wurde am Jaffator ein hoher Uhrturm gebaut. Er wurde aber in den 20er Jahren auf Anweisung von Sir Ronald Storrs, dem Gouverneur von Jerusalem während der britischen Mandatszeit, wieder abgerissen, da dieser der Meinung der Ansicht war, daß der Uhrturm nicht in das Bild des Platzes passe.


Ereignisse

Hartnäckig hält sich in fast allen Reiseführern die Legende, der Sultan Abdul Hamid hätte anläßlich des Besuches des deutschen Kaisers Wilhelm II. im damaligen Osmanischen Reich eine Bresche neben das Tor in die Jerusalemer Stadtmauer geschlagen.

Jedoch hat Gustaf Dallmann anhand von Darstellungen nachgewiesen, daß bereits im 19. Jahrhundert aufgrund des Kastellgrabens die Mauer schon immer hier unterbrochen war.

Der Jerusalem-Reiseführer von M. Shichor berichtet: 1989 wurde der Graben zwischen Jaffator und Zitadelle zugeschüttet und anschließend eine gepfasterte Straße als moderner Verkehrsweg in die Altstadt gebaut. Der unmittelbare Anlaß für diesen Bau war der Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II., der - wie die Geschichte erzählt - bereits im Voraus ankündigte, daß er nicht die Absicht habe, während seines Besuches von seinem weißen Pferd zu steigen. Gemäß den damaligen Konventionen galt es al Akt der Eroberung, wenn ein Herrscher auf dem Rücken seines Pferdes durch ein Stadttor zog. Aus diesem Grund mußte man Wilhelm II. durch einen Durchgang dirigieren, der nicht als "Tor" definiert war. Auf diese Art udn Weise verhinderte das neue Jaffator eine internationale Krise.

Der deutsche Kaiser ritt am 29. Oktober 1898 auf einem Schimmel durch das Jaffator, das auch heute noch eine der wichtigsten Zufahrtswege für den Kraftverkehr darstellt.

Der britische General Allenby stieg hingegen bei seinem Einzug als Eroberer vom Pferd ab, als er am 9. Dezember 1917 die Stadt betrat, so wie es die Pilger seit Jahrhunderten taten.


Sage

Der Sage nach sind in den beiden Gräbern, die sich hinter dem schmiedeeisernen Gitter gleich beim Toreingang befinden, die Erbauer der Mauer bestattet, die Suleimann hinrichten ließ, weil sie den Berg Zion nicht in die Mauerfassung einbezogen hatten.



Jaffa-Tor - vergrößerbar


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Ins Netz gesetzt am 26.01.2010; letzte Änderung: am 21.03.2017

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