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Das "Jüdische Viertel" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in der Jerusalemer Altstadt

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Das jüdische Viertel

Im Mittelalter

Bis in die Kreuzfahrerzeit hinein wohnten die Juden zunächst im Nordosten der Stadt Jerusalem. Dieses Viertel wurde aber nach der Eroberung Jerusalems vollständig zerstört.

In der römisch-byzantinischen Zeit lief quer von Norden nach Süden durch das heutige jüdische Viertel der "Cardo Maximus" (Rehov Habad), die Hauptstraße der Stadt.

In frühislamischer Zeit konzentrierte sich das jüdische Leben in diesem Stadtteil, in dem 1140 die Kreuzfahrer ein deutsches Pilgerhospiz eröffneten.

Die Juden begann sich erst im 13. Jahrhundert in diesem Viertel anzusiedeln. Unter dem Mameluckensultan Baibars kam 1267 der aus Spanien stammende sephardische Rabbi Nachmanides "Ramban" (Akronym für Rabbi Moses Ben Nachman) nach Jerusalem. Er begann mit dem Aufbau einer neuen jüdischen Gemeinschaft und zwar im Südosten. Starken Zulauf erhielt diese Gemeinschaft nach der Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal 1492 (Bau der Yohanan-Ben-Zakkai-Synagogen) und seit dem 18. und 19. Jahrhundert durch die Ausweisung von Juden aus Osteuropa.

Nachmanides nahm im Jahr 1263 an der sogenannten "Disputation von Barcelona" (20.-24. Juli 1263) teil. Dieser Disput war eine formale, mittelalterliche Debatte zwischen Vertretern des Christentums und des Judentums, ob Jesus der Messias war oder nicht.

Die Diskussion wurde im königlichen Palast des Königs Jakob I. von Aragon in der Gegenwart des Königs, seines Hofes und vieler prominenter kirchlicher Würdenträger und Ritter, zwischen dem Dominikanischen Mönch Pablo Christiani, einem Bekehrten vom Judentum zum Christentum und Rabbi Nahmanides (Moshe Ben Nachman), ein führender mittelalterlicher jüdischer Gelehrter, Philosoph, Arzt, kabbalist und biblischer Kommentator, durchgeführt.

Am Ende der Disputation verlieh König James Nahmanides einen Preis von 300 Goldmünzen und erklärte, dass er noch nie zuvor eine "ungerechte Sache, die so edel verteidigt" gesehen hatte.

Da die Dominikaner den Sieg beanspruchten, verließ Nahmanides Aragonien. Er kam nie wieder zurück. Im Jahre 1267 ließ er sich im Heiligen Land nieder. Dort gründete er eine Synagoge in der Altstadt von Jerusalem, der Ramban-Synagoge: Es ist die älteste Synagoge in Jerusalem.

Quelle: Die Disputation von Barcelona Wikipedia

Ab dem 18. Jahrhundert

1701 traf Rabbi Yehuda Hassid mit 500 Getreuen aus Polen in der Heiligen Stadt ein, wo sie auf dem Gelände der ehemaligen Kreuzfahrerkirche zum Heiligen Martin eine Synagoge errichteten (Hurva-Synagoge). Hier entstand auch in der Mitte des 19. Jahrhundert das erste jüdische Krankenhaus im Heiligen Land (Misgav Yerushalayim).

Ende des 19. Jahrhunderts lebten ca. 15.000 Juden im diesem übervölkerten Viertel, bis 1948 ungefähr 5.100.


Nach 1948

Während des Unabhängigkeitskrieges 1948 wurde die Altstadt von jordanischen Truppen erobert, und alle jüdischen Bewohner wurden vertrieben. Die Wohnhäuser und alle 27 Synagogen des Viertels wurden systematisch zerstört und unbewohnbar gemacht, zusätzlich wurden alle westlichen Zugänge zur Altstadt (Neues Tor, Jaffator, Zionstor) vermauert. Das vollständig vernachlässigte Viertel verfiel zusehends.

Erst nach der Rückeroberung 1967 begann der Wiederaufbau, vielfach unterstützt durch reiche jüdische Familien und Gemeinden in Europa und den USA. Dadurch ist das jüdische Viertel heute das reichste und am besten modernisierte Viertel der Altstadt, was man bereits beim Gang durch die Straßen deutlich bemerkt. (Wikipedia)

Für die Häuser ist der helle Jerusalemer Stein vorgeschrieben. Sie dürfen nur 2-4 Stockwerke hoch sein.




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Ins Netz gesetzt am 13.07.2017; letzte Änderung 07.08.2017

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