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"Mamilla" in Jerusalem (Einkaufszentrum)

Sehenswürdigkeiten in der westlichen Jerusalemer Neustadt

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Westlich des Jaffatores erstreckt sich das Mamilla-Viertel mit seinen typischen Souvenirläden und den arabischen Basaren. Es bildet einen scharfen Kontrast zur angrenzenden Altstadt. Die hochmoderne Fußgängerzone - sie wurde für über 15 Millionen US-Dollar gebaut - erinnert unwillkürlich an Einkaufsarkaden der europäischer Metropolen.

Das Mamilla-Viertel umfasst neben dem Einkaufszentrum ein abgeschottetes Wohnquartier, einen mehrstöckigen Parkhauskomplex und zwei Hotels.

Das Viertel geht auf Herodes den Großen zurück. Später benutzten es die Mamelukken (1250-1517 n. Chr.) als Friedhof, bis die Ottomanen (1517-1922 n. Chr.) die Herrschaft übernahmen und es verkommen ließen, so daß letztendlich nur zwei Olivenbäume übrigblieben.




St. Vinzent von Paul ("Notre Dame de Jerusalem Center")

Das Hospiz "St. Vincent de Paul" ist das älteste Gebäude auf dem Mamillagelände. Es ist heute ein Kloster, das aus drei Komplexen besteht: dem zentralen Gebäude, das davon getrennte Kirchegebäude und 16 Geschäfte auf der Fußgängerzone vor dem Haupteingang des Hospizes.

St. Vinzent von Paul ist Teil des großen "Notre Dame de Jerusalem Centers". Der gesamte Komplex wurde im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts gebaut. Außer dem Hospiz St. Vinzent von Paul befinden sich die Gebäude - das Hospital St. Louis, das Gästehaus Notre Dame de Jerusalem - zwischen dem Russischen Compound und dem Neuen Tor.

1882 kamen unter der Leitung der französischen Assuptionisten große Pilgergruppen in das Heilige Land. Die Erfahrungen mit Pilgerreisen waren der Anlass zur Idee, in der unmittelbaren Nähe Jerusalems eine Herberge für französische Pilger zu erbauen, nach dem Beispiel des russischen Pilgerhospizes (Russischer Compound), das schon in der Jaffastraße existierte.

Es war vor allem der französische Graf Marie Paul Amedee de Pillaet der während der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sich für die Begleitung und Betreuung der Katholiken im Heiligen Land verantwortlich fühlte. Er selbst wurde zur bekanntesten Persönlichkeit des katholischen Lebens in Palästina.

Graf Piellat wurde von der katholischen religiösen Gemeinschaft mit der Suche eines Grundstückes beauftragt, um eine Pilgerherberge zu errichten. Seine Suche war nicht umsonst. Er fand ein Gelände von 4.000 m² direkt neben dem Spital “Saint Luis des Français“. Dank großzügiger Wohltäter konnten die Assumptionisten das Grundstück erwerben. Die Vorbereitung des Bauprojekts begann unter der Leitung P. Germer-Durands. Am 10. Juni 1885 wurde feierlich der Grundstein gelegt und drei Jahre später konnten die ersten Pilger Unterkunft finden.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude während des arabisch – israelischen Konfliktes des Jahres 1948 stark beschädigt. Der südliche Trakt gegenüber der Altstadt wurde durch die Explosion von zwei Bomben unbewohnbar und verwandelte sich in einen israelischen Wachposten. Der nördliche Teil und die Gartenhäuschen wurden von Flüchtlingen besetzt. Die Assumptionisten konnten weiterhin im Mitteltrakt neben der Kapelle wohnen. Sie führten ihre Mission fort, den immer weniger werdenden Pilgern ihre traditionelle Gastfreundschaft anzubieten.

Selbst nachdem die Grenzen wieder geöffnet wurden, verbesserte sich die Situation nicht. Die Reparaturkosten überstiegen die Möglichkeiten der verbleibenden Ordensbrüder, da sie nicht mehr mit Hilfe aus dem Ausland rechnen konnten.

Nachdem die Situation unhaltbar geworden war, gelangte das Zentrum zu guter Letzt am 2. März 1972 in die Hände des Vatikans, wodurch es wieder seinem ursprünglichem Zweck der Pilgerherberge zurückgeführt werden konnte.




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Ins Netz gesetzt am 15.12.2010; letzte Änderung 17.07.2012

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