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"St. Peter in Gallicantu" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten auf dem christlichen Zionsberg

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Kurze Information

Die Kirche "St.Peter in Gallicantu" ist eine im Jahre 1931 geweihte katholische Kirche auf dem Zionsberg in Jerusalem.


Ausführliche Information

Die Kirche "St. Peter in Gallicantu" (= St. Peter zum Hahnenschrei) liegt südlich der Altstadt, am Osthang des christlichen Zionsbergs in Jerusalem. Man erreicht sie über das Zionstor, dem südlichen Ausgang der Altstadt.

Die Kirche wurde in Erinnerung an die Umkehr des Petrus nach seiner Verleugung Jesu erbaut. Sie steht auf Fundamenten aus herodianischer und frühchristlicher Zeit. An dieser Stelle befand sich eine byzantinische Basilika, deren Krypta über einer Reihe von von Höhlen steht, die zur Zeit von Jesus einem Haus als Nebenräume dienten.

An dieser Stelle soll das Haus des Hohenpriesters Kaiphas gestanden haben, vor den und die dort versammelten Ältesten Jesus nach seiner Gefangennahme geführt wurde (Mt 26,57).

Diese These hat heute aus verschiedenen Gründen nur wenig Anhänger: Einmal dürfte der Palast des Hohenpriesters erheblich höher gelegen haben, vermutlich auf dem nahen Gipfel des Zionberges. Von hier aus wäre nämlich ein Blick auf den Tempelbezirk möglich gewesen.
Zum anderen ist es unwahrscheinlich, daß das Haus des Hohenpriesters über einer antiken Nekropole gestanden hat.

1888 entdeckten Assumptionistenpatres auf dem Gelände die Reste einer etwa 20 m x 16 m großen byzantinischen Kirche aus dem 6. Jahrhundert, die von den Kreuzfahrern erneuert worden war.

Die heutige Kirche wurde 1931 geweiht. Sie hat eine farbenprächtige Fassade aus Mosaiken. Im Inneren sind interessante aus dem Felsen gehauene Keller, Zisternen und Ställe zu sehen, die aus der Zeit zwischen der Regierung des Herodes und der Zerstörung des Tempels durch den römischen Feldherrn Titus (70 n.Chr.) stammen.

Beim Bau der Kirche stieß man auf eine Geißelungskammer und eine Grotte, die als Gefängnis diente. Die Geißelungskammer ist in den Felsen gehauen. An den Säulen befinden sich aus dem Felsen herausgeschälte Ösen, durch die Stricke gezogen wurden, um die Arme und Beine des Sträflings daran anzubinden, damit man ihn besser auspeitschen konnte. Zu Füßen befinden sich zwei aus dem Felsen ausgehöhlte Becken. Das größere ist für Salzwasser, um die Wunden damit zu desinfizieren, und das kleinere daneben ist für Öl, womit die Wunden bestrichen wurden, damit sie wieder heilen.

Eine Grotte, in die man von der Kirche blicken kann, wird als "Gefängnis Christi" ausgewiesen. Der Ort gibt einen guten Eindruck davon, wie ein Verließ um jene Zeit ausgesehen haben mag. Damals gab es nur einen einzigen Zugang - eine enge runde Öffnung, durch die der Gefangene mit einem Seil um seine Brust von oben herabgelassen wurde. Das Seil blieb um seine Brust, damit man ihn damit wieder herausziehen konnte.

Die Kuppel der Rundkirche hat ein kreuzförmiges Fenster. Mosaiken zeigen Jesus vor dem hohen Rat, den weinenden Petrus und verschiedene Büßergestalten. Sie erinnert an die Verleugnung des Petrus nach der Verhaftung Jesu (Mt 26, 69-75; Lk 22, 56-62; Joh 18, 15-18.25-27).

Ausgrabungen nördlich der Kirche brachten Teile eines antiken hasmonäischen Stufenweges ans Tageslicht, der vom Berg Zion ins Tal bis zum Teich Siloah führt. Über diese Treppe könnte Jesus nach dem letzten Abendmahl nach Gethsemane zum Ölberg gegangen sein. Über die gleiche Treppe könnte er später zum hohenpriesterlichen Palast abgeführt worden sein.



Der biblische Bericht

Mt 26,69ff
Petrus aber saß draußen im Hof; da trat eine Magd zu ihm und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus aus Galiläa.
70 Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst.
71 Als er aber hinausging in die Torhalle, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth.
72 Und er leugnete abermals und schwor dazu: Ich kenne den Menschen nicht.
73 Und nach einer kleinen Weile traten hinzu, die da standen, und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von denen, denn deine Sprache verrät dich.
74 Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und alsbald krähte der Hahn.
75 Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.



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Ins Netz gesetzt am 02.02.2012; letzte Änderung: 02.02.2012
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