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Der "Teich Siloah" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in Jerusalem

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Der Teich Siloah - eine Anfänge


Der Teich Siloah liegt am südlichen Ende des Ophel und war ein Teich in Jerusalem, in den das Wasser der Gihon-Quelle über den Hiskia-Tunnel geleitet wurde, um die Wasserversorgung Jerusalems sicherzustellen.

Nach dem Bau des Hiskia-Tunnels trat der Teich Siloah an die Stelle der Gihon-Quelle. Die Anfänge des Teiches gehen vermutlich auf die Zeit Hiskias zurück. Der Wasserspeicher wurde später zu Jerusalems Hauptwasserquelle. In der Nähe ließen die biblischen Könige, eventuell auch schon König Salomon, einen Obstgarten anlegen wie in Nehemia 3,15 berichtet wird.



Wiederentdeckungen der Neuzeit

Der falsche Teich

Im Jahr 1839 wurde der Hiskia-Tunnel von dem US-Amerikaner Eduard Robinson entdeckt. 1911 wurde bei Renovierungsarbeiten der Ausgang des Hiskia-Tunnels freigelegt und mit einem Rundbogen versehen.

Am Ende des Hiskia-Tunnels floß das Wasser in ein ca. 15 Meter langes und mehr als fünf Meter breites Becken, zu dem man über eine Treppe hinabsteigt. Lange nahm man an, daß dieses Becken die späten Überreste des biblischen Siloah-Teiches bildete. Doch man hatte sich geirrt.

Die Ruinen an dieser Stelle waren nur Reste einer Kirche, die um 450 n.Chr. die Kaiserin Eudokia hier erbauen ließ. Es war die Stelle, an der Kaiser Hadrian (117-138 n.Chr.) ein öffentliches Bad mit einer quadratischen Brunnenanlage von 22,5 m Seitenlänge errichten ließ. Die Kirche hatte eine Kuppel und zwei getrennten Wasserbecken und war »Unserem Retter, dem Illuminator (Erleuchter)« gewidmet. Im Jahr 614 zerstörten die Perser die Kirche. Geblieben sind nur einige Säulenstümpfe, die seitdem im Wasserbecken am Ende des Tunnels zu sehen sind.

Am oberen Treppenbeginn bauten Muslime um 1890 eine kleine Moschee, um die Neuerrichtung einer Kirche zu verhindern.



Der biblische Teich

Wo der biblische Teich Siloah aus herodianischer Zeit lag, wurde erst im Jahr 2004 klar.

Im Juni gruben die beiden israelischen Archäologen Ronny Reich und sein Kollege Eli Shukron im Bereich der Gihon-Quelle. Dabei beobachtete Shukron städtische Bauarbeiter, die weiter unten, in der Nähe des bisher bekannten byzantinischen Siloah-Teiches eine Abwasserleitung neu verlegten. Schließlich entdeckte er im Schutt zwei antike Stufen. Ronny Reich vermutete, dass es sich hierbei um die Stufen zum Siloah-Teich aus der Zeit der zweiten Tempelperiode handeln musste. Daraufhin wurde mit den Ausgrabungen begonnen.

Bisher konnte nur der nördliche Teil des Beckens ausgegraben werden. Es wird vermutet, daß das Becken eine Größe von ca. 70 x 80 Metern hatte. Form und Bauweise zeigen, daß es sich hierbei um ein jüdisches Ritualbad gehandelt hat.

Im Jahr 2008 wurde ein weiterer sensationeller Fund auf diesem Areal gemacht. Es wurde die Straße mit den antiken Treppenstufen entdeckt, die vom Teich von Siloah bis direkt zum Tempelberg hinaufführte.

Quellen: Wikipedia, Ethos, Factum 1/2006



Der biblische Bezug

2. Könige 20,20f LUT
20 Was mehr von Hiskia zu sagen ist und alle seine tapferen Taten und wie er den Teich und die Wasserleitung gebaut hat, durch die er Wasser in die Stadt geleitet hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
21 Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Manasse wurde König an seiner statt.

2. Chronik 32,1-4 LUT
Nach solch treuem Verhalten kam Sanherib, der König von Assur, und zog heran gegen Juda und lagerte sich vor die festen Städte und gedachte, sie an sich zu reißen.
2 Und als Hiskia sah, daß Sanherib kam und willens war, gegen Jerusalem zu kämpfen,
3 beriet er sich mit seinen Obersten und Kriegshelden, ob man die Wasserquellen verdecken sollte, die draußen vor der Stadt waren; und sie stimmten ihm zu.
4 Und es versammelte sich viel Volk, und sie verdeckten alle Quellen und den Bach, der durch die Erde geleitet wird, und sprachen: Daß die Könige von Assur nur kein Wasser finden, wenn sie kommen!
5 Und Hiskia ward getrost und besserte alle Mauern aus, wo sie Lücken hatten, und führte Türme auf und baute draußen noch eine andere Mauer und befestigte den Millo an der Stadt Davids und machte viele Waffen und Schilde

Johannes 9,1-15 LUT
1 Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war.
2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?
3 Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.
4 Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
6 Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden.
7 Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah - das heißt übersetzt: gesandt - und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.




Teich von Siloah in Jerusalem



Teich von Siloah in Jerusalem - vergrößerbar



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Weitere Informationen im Internet:



Archäologische Sensation in Israel © livenet.ch



Ein Teich wechselt den Standort - neue Erkenntnisse zum Teich Siloah © ekiba.de (6.8.2005)



Wunsch oder Wahrheit © spiegel.de 1996



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Ins Netz gesetzt am 07.07.2012; letzte Änderung am 09.07.2016

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