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"Yemin Moshe" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten in der westlichen Jerusalemer Neustadt

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Im Jahr 1858 gründete der aus Italien stammende steinreiche jüdisch-britische Philanthrop und Bankier Moses Montefiore die erste jüdische Siedlung außerhalb der Jerusalemer Altstadt. Die Anlage war als Lösung für die Überbelegung und unhygienischen Zustände innerhalb der Stadtmauer konzipiert. Doch nur wenige Menschen waren anfangs bestrebt, dort zu wohnen, da die Gegend außerhalb der schützenden Stadtmauer immer wieder von arabischen Plünderern heimgesucht wurde. Deshalb wurde dann die Neubausiedlung mit einer Mauer umgeben. Nachts wurde das Zugangstor geschlossen.

Die Finanzen für den Bau dieser Siedlung entnahm Montefiori einem Fond, den sein 1854 verstorbener Freund Juda Touro, ein wohlhabender amerikanischer Jude, als Nachlaß gestiftet hatte.

"Mishkenot Shaananim" - so wurden diese neuen Siedlungshäuser benannt - bestand aus zwei Reihen von Gebäuden. Die erste Reihe war im Jahre 1860 fertiggestellt worden und enthielt 28 1-1/2 Zimmer-Wohnungen. Das Areal hatte eine Zisterne mit einer eisernen Pumpe, die aus England importiert worden war. Darüber hinaus gab es auch eine Mikwe (rituelles Tauchbad) und eine Dorfbackstube.

Die zweite Häuserreihe wurde 1866 gebaut, als eine Cholera-Epidemie in der Altstadt ihren Höhepunkt fand. Einige Bewohner, die in die neue Siedlung bezogen waren, weigerten sich zwar, dort über Nacht zu bleiben, aber im selben Jahr stieg die Nachfrage nach den neuen Wohnungen in dem Maße, wie die Krankheit sich ausbereitete.

Die "Montefiore-Windmühle", die auf dem Gelände steht, sollte die Bewohner davon abhalten, von der Nächstenliebe anderer abhängig zu sein. Montefiore war der Meinung, eine Mühle könne den Bewohnern als Grundlage für ihren Lebensunterhalt dienen. Um die Mühle und ihre Betriebsdauer ranken sich zahlreiche Gerüchte und Legenden. So sollen arabische Arbeiter das Projekt damals sabotiert und sogar mit einem Fluch belegt haben. Außerdem habe es an dem Standort nicht genügend Wind gegeben. Und auch das lokale Getreide sei für die nach englischem Vorbild errichtete Mühle zu hart gewesen. »Dass sie niemals funktioniert haben soll, ist aber völliger Quatsch«, sagt Haim Barimboim, Technischer Leiter der Jerusalem-Stiftung. »Wir wissen aus verschiedenen historischen Quellen, dass sie gut zwanzig Jahre in Betrieb war.« Ab etwa 1876 sollen die Flügel dann jedoch dauerhaft stillgestanden haben.

Am 28. August 2012 wurde die Montefiore Windmühle wieder eingeweiht, nachdem sie über 100 Jahre stillstand. Nach der Restaurierung ist die Windmühle wieder völlig intakt und absolut funktionstüchtig. Es gibt jetzt auch ein Museum in der Mühle, mit einem kleinen Kino, in dem Filme über ihre Geschichte gezeigt werden.

"Yemin Moshe" ist ein Viertel, das in direkter Nachbarschaft zu "Mishkenot Shaananim" liegt. Das Viertel wurde in den 90er Jahren des 19. Jhd. auf dem benachbarten, 40 Jahre vorher von Montefiore gekauften Bauland angelegt. Das Wort "Moshe" in "Yemin Moshe" ("Erinnerung an Moshe") leitet sich von dem Vornamen des großen Gönners ab.

Yemin Moshe ist heute ein gehobenes Viertel; es ist mit Gärten umgeben, von denen aus man einen wunderschönen Panoramablick auf die Altstadt hat. Der ursprüngliche Gebäudekomplex ist heute in ein kulturelles Zentrum und ein Gästehaus für Schriftsteller, Intellektuelle und Musiker verwandelt worden.

Quelle: Wikipedia u.a.m.




Mishkenot Shaananim - vergrößerbar



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Ins Netz gesetzt am 30.3.2011; letzte Änderung 20.03.2013

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