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Die "Mameluken" in Jerusalem

Die mamelukischen Bauten im arabischen Altstadtviertel von Jerusalem



Die Mameluken

Die Mameluken waren in vielen islamischen Herrschaftsgebieten Militärsklaven zentralasiatischer oder osteuropäischer Herkunft. Sie wurden von den Abbasidenkalifen (750 - 1258 n.Chr.) als Machtfaktor institutionalisiert und nutzten ihre dominierende Stellung ab dem 9. Jahrhundert nicht selten, um eigene Reiche zu begründen.

Die beiden bedeutendsten mamelukischen Reiche waren das zeitweise fast ganz Indien beherrschende Sultanat von Delhi (1206–1526) und das ägyptische Sultanat der Bahri- und Burdschi-Mameluken (1250-1516).

Das ägyptische Sultanat wurde 1517 – nach 267-jährigem Bestehen – von den Osmanen unterworfen.



Die ägyptischen Mameluken (1250-1516 n.Chr.)

Im Jahr 1250 n.Chr. ergriff der Mamelukengeneral Aybak nach dem Tod des 6. ägyptischen Ayyubiden-Sultans as-Salih (Regierung 1240 bis 1249) die Macht über Ägypten. Er begründete damit das ägyptische Mamelukenreich, das bis zu seiner Eroberung durch die Osmanen im Jahr 1516 n.Chr. Bestand hatte.

Mit der blutigen Schlacht um Akko im Jahre 1291 n.Chr. endete die Epoche der Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land. Nun kontrollierten die Mameluken aus Ägypten ganz Palästina. Somit lag auch Jerusalem in ihrem Herrschaftsbereich, wobei bereits im Jahr 1244 Barakat Khan, der die khwaresmischen Söldner befehligte, Jerusalem für immer von den Kreuzfahrern befreite hatte.

Die Mameluken entfalteten in Jerusalem eine rege Bautätigkeit. Im mamelukischen Viertel, dem südliches arabisches Altstadtviertel in Jerusalem, und auf dem Tempelberg sind ihre Bauten noch bis heute zu bewundern.





Die Mameluken in Jerusalem

Es bleibt ein Geheimnis, warum die Kreuzfahrer in Jerusalem nicht nahe an die Tempelmauern herangebaut haben. So blieb über lange Zeit das Areal westlich und nördlich des Tempelberges ein Brachland.

Erst als die Mameluken kamen, füllte sich das Gelände mit Gebäuden. Die neuen Herrscher über Jerusalem errichteten Religionsschulen und Pilgerherbergen, bis das ganze Viertel westlich und nördlich des Haram-Bezirks von glattbehauenem Stein in rot, weiß und schwarz leuchtete. Die strengen Muster haben bis heute ihre Würde behalten. Manche Straßen haben sich kaum verändert, denn sie liegen abseits und werden kaum von Fremden betreten.

Die meisten Häuser sind heute Wohnhäuser und daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein Blick durch ein offenes Tor ist meist alles, was man erwarten darf.

Zum Glück ist aber der interessanteste Teil eines mamelukischen Gebäudes die geschmückte Fassade. Sie hat normalerweise nur eine Tür, die von einer sehr viel größeren Nische betont wird. Die Dekoration der Türnische ist detailreich und das Mauerwerk wird von wechselnde Bänder von rotem, cremefarbenem und manchmal auch schwarzem Stein belebt (Ablaq-Stil).

In der unteren Karte finden Sie die diversen mamelukischen Bauten im südlichen arabischen Altstadtviertel von Jerusalem.

Die roten Punkte beschreiben die mamelukischen Bauten.
Die grünen Punkte markieren die osmanischen Bauten im mamelukischen Viertel.
Die blauen Punkte weisen auf die öffentlichen osmanischen Brunnen hin.

Auf dieser Seite finden Sie die mamelukischen Bauten/Koranschulen auf dem Tempelberg.




Hammam el-Ayn Hammam esh-Shifa Imaret von Khasseki Sultan Khan es-Sultan Madrasa Arghuniyya Madrasa Hanbaliyya Madrasa Hasaniyya Madrasa Jawhariyya Madrasa Luluiyya Madrasa Mawardiyya Madrasa Muziriyya Madrasa Manjakiyya Osmanische Brunnen Ribat Alaa ed-Din Ribat Bayram Jawish Ribat Kurd Ribat Mansuri Serai es-Sitt Tunshuq Suq el-Qattanin Turba Barakat Khan Turba es-Sitt Tunshuq Turba Kilaniyya Turba/Madrasa Tashtamuriyya Turba/Madrasa Taziyya Turba Jaliqiyya Turba Turkan Khatun Turba Sadiyya Ribat Nisa Madrasa Tankiziyya Zawiya Qiramiyya Deutsch-Lutherische Erlöserkirche



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Ins Netz gesetzt am 21.06.2017; letzte Änderung 27.05.2018

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