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Das "Serai es-Sitt Tunshuq" in Jerusalem

Sehenswürdigkeiten im südlichen arabischen Altstadtviertel von Jerusalem

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Kurze Info: Die Mameluken in Jerusalem



Lage und Geschichte des Palastes (erbaut 1388 n.Chr.)

An der Aqabat at-Takiya-Straße befindet sich auf der südlichen Seite die sehr verfallene Fassade des ominösen Palastbaus Serai es-Sitt Tunshuq.

Die Dame Tunshuq war eine türkische oder mongolische Sklavin, die ins Ausland gehen mußte, als die kurdische Dynastie ihres Gatten oder Protektors Ende des 14. Jhs. unter dem wiederholten Ansturm von Tamerlan zu zerbrechen drohte. Es gelang ihr, genügend Geld mitzubringen, um diesen Palast 1388 n.Chr. zu errichten, in dem sie bis zu ihrem Tod im Juli 1398 lebte.

1552 wurde der Palast in einen großen Komplex integriert, den die Lieblingsfrau Frau von Suleiman dem Großen, Roxelana, auch genannt Khassaki Sultan, erbauen ließ. Nach dem Tod von Khassaki Sultan war hier eine soziale und religiöse Stiftung untergebracht.

Im 19. Jh. diente der Bau als Residenz des ottomanischen Gouverneurs von Jerusalem.

Heute gibt der Bau als arabisches Waisenhaus 150 Buben Arbeit und Unterkunft.



Beschreibung des Palastes

Die Fassade ist typisch mamelukisch mit den im Ablaqstil angebrachten Quadersteine in alternierenden Farben und den verzierten Portale.

Ungewöhnlich ist an diesem Gebäude, daß es drei Türen besitzt, die alle verschieden gerahmt sind, um die Wirkung zu variieren.

Das Ostportal liegt dem Tempelberg am nächsten und steht dem Mausoleum direkt gegenüber. Nur dieser Eingang ist mit Muqarnas verziert. Man beachte die feinen Verzahnungen von Sturz und Mittelornament und die exakte Bearbeitung des Steins.

Die mittlere Türe ist die kleinste, hat aber das breiteste Tor, das direkt in die Haupthalle führt. Ein ungewöhnlicher mehrkurviger Bogen verziert den Eingang. Über dem Sturz ist eine zweifarbiges Verblendungsband angebracht, darüber eine weitere runde Verzierung im gleichen Stil und in der Mitte ein Loch. Die Nische ist nur 1 Meter tief und es fehlen die üblichen Bänke.

Der westliche Eingang hat eine 1,5 tiefe Nische mit Bänken. Das Tor ist über ein paar Stufen erreichbar. Über dem Türsturz ist über die ganze Breite des Portals eine zweifarbige Verblendung angebracht. Darüber ist ein rechteckiges vergittertes Fenster angebracht, das mit einem rechteckigen Rahmen im farbigen Rosettenmuster verziert ist, um das ein weiterer von Osten nach Westen führender Rahmen mit Koransprüchen angebracht ist.



Die Turba es-Sitt Tunshuq (Grabmal erbaut 1398 n.Chr.)

Sechs Jahre vor ihrem Tod ließ die Dame Tunshuq auf der anderen Straßenseite, dem Palast direkt gegenüber, ihr Mausoleum errichten.

Neben dem Mosaik der Türfüllung, das sich von dem gegenüber zart unterscheidet, achte man auf die Gewölbesteine in schwarz, weiß und rot. Hinter den beiden vergitterten Fenstern befindet sich die Grabstelle.




Serai Es Sitt Tunshuq in Jerusalem - vergrößerbar



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Turba Es Sitt Tunshuq in Jerusalem - vergrößerbar



Turba Es Sitt Tunshuq in Jerusalem - vergrößerbar



Turba Es Sitt Tunshuq in Jerusalem - vergrößerbar



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Ins Netz gesetzt am 15.05.2017; letzte Änderung 17.05.2017

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