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Die herodianischen "Lagerhallen" auf Masada

Sehenswürdigkeiten auf Masada am Toten Meer

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Herodes der Große hatte südlich seines Nordpalastes auf einem weiten Areal seinen Palast-Speicherbereich anlegen lassen. Um im Notfall eine lange Belagerungszeit überstehen zu können, waren in großen Lagerhallen Lebensmittelvorräte für viele Jahre, Waffen aller Art, Roheisen, Kupfer und Blei gelagert.

Diese Lagerhallen sind leicht zu erkennen und standen in zwei Bereichen, die durch einen Korridor in Ost-West-Richtung getrennt waren: der kleinere Bereich lag im Norden. Hier befand sich auch die römische Therme, die ganz auf der westlichen Seite angelegt war. Der größere Lagerbereich lag im Süden.

Beide Lagerhallengruppen bestanden aus länglichen Hallen: 4 in der Nordgruppe und 10 im der Südgruppe. Sie maßen jeweils 26 x 4 Meter und waren in einer nordsüdlicher Ausrichtung nebeneinander angeordnet.

Die Hallen waren durch parallele Wände getrennt. Sie waren ca. 3,3 Meter hoch und 0,6 Meter dick. Die beiden Bereiche waren von langen Korridoren umgeben, die auch gut als Lager genutzt werden konnten.

Als die Zeloten ca. ein Jahrhundert später im Jahr 66 n.Chr. die Festung im Handstreich nahmen, fanden sie die Lagerhäuser wohlversorgt vor.

Die Ausgrabungen ließen erkennen, daß die Dächer durch einen Brand zerstört worden waren. Die Hunderte von Keramikgefäße waren absichtlich von den Zeloten zerstört worden, um sie nicht in die Hände der Römer fallen zu lassen. Die Gefäße enthielten Öl, Wein und Mehl.

Hunderte von Krügen trugen aramäische und hebräische Inschriften, die sich auf deren Inhalt beziehen und aus den Jahren 66 bis 73. n.Chr. stammen.

Auf einigen Gefäßen stand aber nur der hebräischer Buchstabe Taf, der erste Buchstabe des Wortes "Terumá", andere trugen die Aufschrift "Maaser Cohen". Beides deutet darauf hin, daß man zur Zeit der Zeloten den priesterlichen Zehnten, wie er in der Mischna vorgeschrieben war, gegeben hat.

In jeder Halle wurde nur eine Gefäßart gefunden. In einer Halle fand man drei kreisförmigen Gruben im Boden, die wahrscheinlich dazu dienten, Flüssigkeiten in Gefäße abzufüllen.

In den Lagerhallen wurden keinerlei Waffen gefunden, jedoch eine Menge an Zinn und anderer Metalle. Es fanden sich auch Hunderte von Bronzemünzen, die verstreut auf dem Boden lagen und in das zweite und dritte Jahr des jüdischen Aufstandes verwiesen. Vielleicht dienten sie als Gutscheine für die rationierten Lebensmittel.

Als die Lagerräume in der Neuzeit ausgegraben, waren sie ein pures Geröllfeld. In der Zwischenzeit wurden jedoch eine ganze Reihe von Zwischenwänden wieder hochgezogen; nur die Dächer wurden nicht wieder errichtet.




Masada Lagerräume - vergrößerbar



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Ins Netz gesetzt am 27.02.2013; letzte Änderung am 25.03.2013

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